1WEr Gott fürchtet / dem widerferet kein leid / Sondern wenn er angefochten ist / wird er wider erlöset werden. 2EJn Weiser lesst jm Gottes wort nicht verleiden / Aber ein Heuchler schwebet wie ein Schiff auffm vngestümen Meer. 3Ein verstendiger Mensch helt fest an Gottes wort / vnd Gottes wort ist jm gewis / wie eine klare rede. 4WErde der Sachen gewis / Darnach rede dauon / Las dich vor wol leren / so kanstu antworten. 5DEs Narren hertz / ist wie ein Rad am wagen / Vnd seine gedancken lauffen vmb / wie die nabe. 6WJe der Schelhengst schreiet / gegen allen Meren / also henget sich der HeuchlerJst Meister klügel / der wil in der Schrifft scharff sein / vnd fragt / Warumb solchs vnd solchs gelert sey? Warumb der tag heilig / vnd jener nicht heilig? Warumb das wasser Tauffe sey der seelen? Warumb Brot vnd Wein müsse Christus Leib vnd Blut sein? etc. an alle Spötter / vnd spricht / 7Warumb mus ein tag heiliger sein denn der ander? so doch die Sonne zu gleich alle tage im jar macht? 8DJe Weisheit des HERRN / hat sie so vnterscheiden / vnd er hat die Jarzeit vnd Feiertage also geordnet / 9Er hat etliche auserwelet / vnd geheiliget fur andern tagen. 10Gleich wie alle Menschen aus der Erden / vnd Adam aus dem Staube geschaffen ist / 11vnd doch der HERR sie vnterschieden hat / nach seiner manchfeltigen Weisheit / vnd hat mancherley weise vnter jnen geordent. 12Etliche hat er gesegenet / erhöhet vnd geheiliget / vnd zu seinem Dienst gefordert / Etliche aber hat er verflucht / vnd genidriget / vnd aus jrem Stande gestürtzt. 13Denn sie sind in seiner Hand / wie der Thon in des Töpffers hand. Er macht alle seine werck / wie es jm gefellet. 14Also sind auch die Menschen in der Hand / des der sie gemacht hat / vnd gibt einem jglichen wie es jn gut deucht. 15ALso ist das Gut wider das Böse / vnd das Leben wider den Tod / vnd der Gottfürchtige wider den Gottlosen geordent. 16Also schawe alle werck des Höhesten / So sind jmer zwey / wider zwey / vnd eines wider das ander geordent. 17JCh bin der letztJch habe eine gute Antwort geben auff solcher Narren Einrede / vom heiligen tage etc. auff erwachet / wie einer der im Herbst nachlieset / vnd Gott hat mir den Segen dazu gegeben / das ich meine Kelter auch vol gemachet habe / wie im vollen Herbst. 18Schawet / wie ich nicht fur mich geerbeitet habe / Sondern fur alle / die gern lernen wolten. 19GEhorcht mir jr grossen Herrn / vnd jr Regenten im Volck / nemets zu hertzen. 20Las dem Son / der Frawen / dem Bruder / dem Freunde nicht gewalt vber dich / weil du lebest / vnd vbergib niemand deine Güter / Das dichs nicht gerewe / vnd müssest sie darumb bitten. 21Dieweil du lebest vnd odem hast / vntergib dich keinem andern Menschen / 22Es ist besser / das deine Kinder dein bedürffen / Denn das du jnen müssest in die hende sehen. 23Bleib du der Oberst in deinen Gütern / vnd las dir deine Ehre nicht nemen. 24Wenn dein ende kompt / das du dauon must / als denn teile dein Erbe aus. 25DEm Esel gehört sein futter / geissel vnd last / Also dem Knecht sein brot / straffe vnd erbeit. 26Halt den Knecht zur erbeit / so hastu ruge fur jm / Lessestu jn müssig gehen / so wil er Juncker sein. 27DAs joch vnd die seile beugen den hals / Einem bösen Knechte / stock vnd knüttel. 28Treibe jn zur erbeit / das er nicht müssig gehe / 29Müssiggang leret viel böses. 30Lege jm erbeit auff / die einem Knecht gebüren / Gehorcht er denn nicht / so setze jn in den Stock. Doch lege keinem zu viel auff / vnd halt masse in allen dingen. 31HAstu einen Knecht / so halt vber jm / als vber dir selbs / Denn wer jm thut / der meinet dein Leib vnd Leben. Hastu einen Knecht / so las jn halten / als werestu daDas das ander Gesinde sein wort fur deinen Befelh halten müssen. / Denn du bedarffest sein / wie deines eigen Lebens. 32HEltestu jn aber vbel / das er sich erhebt / vnd von dir leufft / Wo wiltu jn widersuchen?